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13.08.2018

Hör-Tipp: "Es können alle Menschen zu uns kommen"

Was die Fusion zur Immanuel Albertinen Diakonie für aktuelle und zukünftige Mitarbeitende bedeutet, erklärt Udo Schmidt, Geschäftsführender Direktor der Immanuel Diakonie, im Interview mit Radio Paradiso.
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Wenn aus guter Bekanntschaft Partnerschaft wird

Seit über zehn Jahren schon gibt es eine intensive Kooperation zwischen der Immanuel Diakonie und dem Albertinen Diakoniewerk: Hospital LogiServe, die Logistikgesellschaft der Immanuel Diakonie, versorgt nicht nur die eigenen Häuser mit dem kompletten Krankenhausmaterial, sondern auch jene des Albertinen Diakoniewerkes.

"Aus diesen Kooperationsgesprächen heraus entsprang die Idee: Warum wollen wir nicht enger zusammenarbeiten?", erzählt Udo Schmidt, der Geschäftsführer der Immanuel Diakonie GmbH und ihrer Tochtergesellschaften, im Interview am 7. August 2018 in der Sendung "Natürlich gesund" von Radio Paradiso. "Und eine engere Zusammenarbeit kann auch zu einer Fusion führen."

Dass kein wirtschaftlicher Hintergrund für den Zusammenschluss sorgt, der Ende Juni beschlossen wurde und mit dem Start des neuen Jahres vollzogen wird, betont Schmidt besonders. Beiden Unternehmen gehe es gut, aber man beobachte, dass es kleinere Einrichtungen in bestimmten Segmenten zukünftig möglicherweise schwer haben werden zu bestehen.

Gewinn an Größe für den Auftrag

"Wir wollen dafür sorgen, dass Diakonie auch noch in 10, 15, 20, 30... Jahren existiert. Und wir sind der Meinung, dass Trägervielfalt in unserer Gesellschaft wichtig ist und deswegen auch die Diakonie mit ihrem Ansatz der christlichen Nächstenliebe in ihren Begründungen einen Platz haben sollte. Da ist Größe auch schon ganz entscheidend."

Weil das Albertinen Diakoniewerk und die Immanuel Diakonie unter anderem auch dieselben Grundsätze vertreten, hätte das die Überlegungen für eine Fusion weiterhin vereinfacht. Die christlichen Werte, für die beide stehen, seien aber nicht nur ein Auftrag nach außen gegenüber den Patientinnen und Patienten, Bewohnerinnen und Bewohnern, Gästen und Angehörigen, sondern auch nach innen, hin zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Der feine Unterschied

Mit dann weit über 6.000 gemeinsamen Mitarbeitenden soll durch die Fusion ein Netzwerk geschaffen werden, in dem man gegenseitig voneinander lernt und sich weiterqualifiziert. Das Angebot an Ausbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten kann so noch vielfältiger und die Immanuel Albertinen Diakonie zu einem bekannteren attraktiven Arbeitgeber für aktuelle und auch zukünftige Mitarbeitende werden.

"Wir freuen uns natürlich riesig darüber, wenn Menschen zu uns kommen oder bei uns bleiben, weil sie bei uns erkennen, dass sie uns nicht nur ihre Profession zur Verfügung stellen, sondern dass sie auch mit den Werten, die sie selbst vertreten, ihren Beruf ausüben können", sagt Schmidt. Wenn eine Krankenschwester oder ein Arzt sich in der Lage sehen, die Zeit und Möglichkeit zu haben, ganz individuell auf Menschen einzugehen, dann gehöre das zum diakonischen Handeln dazu und solle gefördert werden, so Schmidt.

Udo Schmidt hebt zudem hervor, dass bereits jetzt in beiden Unternehmen Menschen unabhängig von ihrer religiösen Zugehörigkeit arbeiten können. "Und gerade das unterscheidet uns von anderen kirchlichen Einrichtungen: dass wir als Freikirche eine große Offenheit haben. Es können alle Menschen zu uns kommen und alle Menschen können mit uns zusammenarbeiten. Und davon gibt es sehr, sehr viele Mitarbeitende, die nicht einer Kirche angehören, die aber sehr wohl christliche Werte in ihrem Leben vertreten und einen Arbeitsplatz suchen, bei dem sie das machen können."

 
 
 
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